Gernot Böhme
Goethes Faust
als philosophischer Text
 
286 Seiten , 23 Abb. , Leinen
21,5 x 23,5 cm
€ 21,00 / sFr 22,00
ISBN 978-3-906336-43-5

 


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Gernot Böhme liest Goethes Faust als das große Lehrgedicht, das den Leser mit Faust durch die kleine und große Welt führt. Dabei ist der Blick nicht so sehr auf die dramatische Handlung gerichtet, als viel mehr auf die Inhalte. Die kleine Welt, das ist das Ringen um Erkenntnis oder gar Erleuchtung, das ist Eros und Sexualität, das ist die Beziehung der Geschlechter zueinander. Die große Welt, das ist die Welt der Wissenschaft und Technik, des Staates und der Wirtschaft und schließlich: Gott und Natur.

Man wird bei der Lektüre überrascht sein von der Aktualität des Goethischen Textes. Auf Schritt und Tritt lassen sich Bezüge zu den gegenwärtigen Diskursen herstellen: zur Debatte um künstliche Natur, um Bioethik, um Virtualität und die imaginäre Gesellschaft, um Gender, Poetik, Künstliche Intelligenz und Technology Assessment. Der alternde Goethe lebte in einer Zeit, in der all dies seinen Anfang nahm.

Gernot Böhme ist bisher besonders als Kenner der Goethischen Naturforschung ausgewiesen. Es gelingt ihm hier, Goethes Naturwissenschaft und Goethes Dichtung als eine Einheit vorzuführen, zugleich durch diese Lesart den klassischen Text zu erschließen und damit dem Leser wie dem Zuschauer ein besseres Verstehen des inneren Geschehens im Drama zu gewähren.

 
 

   
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