Thomas Fuchs
Leib und Lebenswelt
Neue philosophisch-psychiatrische Essays
 
378 Seiten 8 Farbabb. , Leinen
€ 26,00 / sFr 28,00
ISBN 978-906336-51-0

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Nur selten wird uns bewusst, in welchem Maß der Leib unser Erleben, ja unsere gemeinsame Lebenswelt prägt. Von frühester Kindheit an werden unsere Erfahrungen in leiblichen Gedächtnisstrukturen niedergelegt, die uns den alltäglichen Umgang mit Dingen, Situationen und anderen Menschen ermöglichen. Dieses Gedächtnis des Leibes ist die Grundlage unserer Vertrautheit mit der Welt.

Die leibliche Einbettung in die Lebenswelt ist aber in unterschiedlicher Weise gefährdet: Krisen, traumatische Erfahrungen und psychische Erkrankungen können ihr den Boden entziehen. Eine entfremdende Wirkung auf die Lebenswelt geht auch von den Lebenswissenschaften aus, insofern sie unsere Selbsterfahrung als Produkt genetischer oder neuronaler Prozesse erklären; Hirnforscher stellen gar ein „neues Menschenbild" in Aussicht. Wie lässt sich die Lebenswelt gegen überzogene Erklärungsansprüche von Einzelwissenschaften verteidigen?

Die Essays in diesem Band gelten den Beziehungen von Leib und Lebenswelt in Gesundheit und Krankheit.

Thomas Fuchs (geb. 1958), Studium der Medizin, Philosophie und Geschichte; Promotionen in Medizingeschichte und Philosophie; 1998 Habilitation für Psychiatrie, seit 2004 Professor für Psychiatrie und Psychotherapie in Heidelberg. Hauptarbeitsgebiete: Phänomenologische Anthropologie, Psychopathologie und Psychotherapie, Theorie der Neurowissenschaften, medizinische Ethik.

 
 

   
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